Der Mensch ist sich selbst der größte Feind – doch hat er nun eine ebenbürtige Gegnerin gefunden: Neurowissenschaftlerin Angela Duckworth will mit einem 47-köpfigen „All-Star-Team“ aus Harvard-, Yale- und Stanford-Wissenschaftlern das Problem bekämpfen, „dass Menschen wiederholt Entscheidungen treffen, mit denen sie sich langfristig selbst schaden, selbst wenn sie genau wissen, dass sie das Falsche essen, ihr Geld für das Falsche ausgeben und ihre Zeit nicht sinnvoll verbringen.“

Die Bestseller-Autorin und Psychologie-Professorin der University of Pennsylvania startete im letzten Herbst die „Behavior Change for Good Initiative“ (BCFG) an ihrer Uni Experten aus verschiedenen Bereichen wie Computerwissenschaften, Neurobiologie, Psychologie und Marketing. Sie beginnen mit den drei Bereichen Gesundheit, Ausbildung und Finanzen – Duckworths bescheidenes Ziel: „Studienabbrecher, finanzielle Unsicherheit und vorzeitige Todesfälle in zehn Jahren um mindestens zehn Prozent reduzieren, besser noch um 20 Prozent.“ Neu ist dabei auch das Ausmaß der Initiative: Keine Labore mit Einzeltests an menschlichen Versuchskaninchen, sondern Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten, Fitness-Centern, Firmen und Banken.

Was bislang herausgefunden wurde: Verhalten lässt sich ändern – und zwar nachhaltig.
Was noch keiner weiß: Wie genau das geht.

Aber Duckworth erkennt bereits eine Richtung und teilt erste Erkenntnisse:

  1. Klare Zielsetzung: Wer sich ändern will, braucht eine Vision, ein Bild der nächsten Jahre.
  2. Selbsterkenntnis: Einsicht in die eigenen Stärken und Schwächen als Basis für Fortschritt.
  3. Genuss: Änderung muss Spaß machen, sonst lässt man zu schnell wieder davon ab.
  4. Wettbewerb: Ein wenig Wettkampf lässt uns länger durchhalten als nettes Nebeneinanderher.
  5. Unterstützung und Belohnungen: Meilensteine mit (kleinen) Incentivierungen zu versehen, schafft Motivation für die nächste Etappe.

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Category: Führung

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