Teammanagement und Konflikt-Bewältigung sind zwar nicht dasselbe; beim Führen eines Teams aber sind Konflikt-Situationen unvermeidbar. Die entscheidende Frage ist, wie gut die Beteiligten den jeweiligen Konflikt bewältigen. Ein IT-Projektleiter eines großen Unternehmens steht vor drei Herausforderungen, die er in einem Coaching-Prozess klären will. Den größten Leidensdruck verursacht ein seit längerem schwelender Konflikt zwischen ihm und dem fachlichen Leiter des Projekts; es ist klar: hier muss eine Klärung geschaffen werden, um die anderen Herausforderungen auf einer guten Basis anzugehen.
Ein Mitarbeiter ist schon in jungen Jahren Führungskraft bei einem IT-Dienstleister geworden. Um sich in seiner neuen Rolle auch wirklich sicher zu fühlen, nimmt er jetzt das Angebot seines Arbeitgebers an, sich in einem Coaching zu vergewissern: Wie gut bin ich eigentlich als Chef? Bei der Auftragsklärung zusammen mit der nächsthöheren Führungskraft vereinbaren wir einen Leadership-Check; mein künftiger Coachee soll in seiner Rolle als Führungskraft gestärkt werden.
Ein neuer Verantwortungsbereich im eigenen Unternehmen oder auch ein Karrieresprung zu einem anderen Unternehmen, um dort einen Bereich neu aufzubauen: Es gibt viele Aufstiegs- und Wechselvarianten, die den Träger der neuen Rolle zu einem Innehalten veranlassen können. Woran orientiere ich mich eigentlich in meinem Führungshandeln? Was ist gut daran und wie könnte ich mich weiterentwickeln? Was ist mein Selbstbild und wie sehen andere mich?
Ein Mitarbeiter einer großen Bank steht vor der Entscheidung: „Wie will ich mich im Unternehmen weiterentwickeln?“ Er gilt als Potenzialträger und seine Führungskraft hat ihm angeboten, in einem Coaching zu klären, welche Richtung er einschlagen will: Führungskraft, Projektleiter oder Fachexperte. Jede dieser Positionen hat spezifische Schwerpunkte und es geht um eine möglichst hohe Deckungsgleichheit zwischen den Kompetenzen, Fähigkeiten und Interessen des Anwärters und seiner neuen Aufgabe. In dieser Reihe stellen wir typische Coaching-Prozesse aus unserer Praxis vor; Teil 1 setzt sich mit der Frage auseinander: Ist die Rolle der Führungskraft die richtige für mich?
Tempo, Superdynamik, Wolkenkratzer, Smog – das sind prägende Eindrücke der großen Wirtschaftsmacht im fernen Osten. In China reist man mit dem Hochgeschwindigkeitszug 90 km in nur 20 Minuten, vergleichen wir U-Bahnsysteme deutscher Großstädte mit der Metro in Shanghai, sind wir altmodisch. Die Skyline der chinesischen Wirtschaftsmetropole stellt New York in den Schatten. Ich fühle mich immer an den Film „Metropolis“ von Fritz Lang erinnert. Unter den 21 Mio. Einwohnern von Shanghai leiden sicher viele an dem vorherrschenden Smog. Und zugleich, in dieser hochmodernen Wirtschaftskultur, haben Traditionen ungebrochen Gültigkeit. In Teil 2 unserer Reihe erkennen wir die Bedeutung einer jahrtausendealten Kultur des Umgangs miteinander.
Immer wieder erwähnen Gesprächspartner, dass sie aus kleineren Städten kommen; da denkt dann ein Deutscher vielleicht an Mannheim, Lüneburg oder Koblenz, ganz sicher nicht an Berlin, Hamburg oder München. Ich habe gelernt, dass „kleiner“ halt nur 5 bis 8 Millionen Einwohner bedeutet. Meine Gesprächspartner sind in diesem Fall Chinesen. Und im Vergleich mit einer Mega-Metropole wie Shanghai mit 21 Mio. Einwohnern ist selbst Berlin eine kleine Stadt. Schon das Beispiel zeigt, wie viel wir lernen müssen, wenn wir China auch nur annähernd verstehen wollen. In Teil 1 unserer Reihe „Expandieren nach China“ erkunden wir das „Innenleben“ deutscher Niederlassungen.
Ein neuer Mitarbeiter kostet ein Unternehmen zunächst Zeit und Geld. Unternehmen rechnen im Schnitt mit einem Jahresgehalt für die Einarbeitungszeit eines neuen Mitarbeiters, bevor dieser voll und ganz eingesetzt werden kann. Umso wichtiger ist eine gute Einarbeitung, damit das Unternehmen diese Kosten wieder einspielt. Ein neuer Mitarbeiter bedeutet aber nicht nur Investition, sondern auch Gewinn für das Unternehmen.
Gestern noch Teil des Teams, heute der Chef der Truppe. Der Aufstieg innerhalb des eigenen Teams ist ein Vertrauensbeweis des Unternehmens an Sie, aber auch eine Herausforderung für alle hiervon Betroffenen. Sie als Teamleiter haben viele Jahre mit den Teammitgliedern zusammengearbeitet und mit manchen eventuell eine Freundschaft aufgebaut. Vielleicht hatten nicht nur Sie ein Auge auf die Teamleiter-Position geworfen, sondern auch andere aus Ihrem Team. Und die müssen sich jetzt nicht nur mit dem Gedanken anfreunden, dass Sie ab jetzt Ihr Vorgesetzter sind, sondern auch die Enttäuschung verarbeiten, dass sie es selbst nicht geworden sind.
„Fehler machen gehört zum Lernen dazu“, wird regelmäßig von Eltern betont und von Psychologen begründet. Die Spannbreite des Themas Fehlerkultur oder fehlertolerante Unternehmenskultur in deutschen Unternehmen ist allerdings nach wie vor ziemlich groß: vom „Tabuisieren“ bis zum „Generieren eines groß angelegten Kulturprogramms“ ist alles anzutreffen.
Wann und in welchen Abständen ist es sinnvoll? Wie wichtig ist die Vorbereitung? Und wie schwer wiegt die innere Einstellung, die die Führungskraft bewusst oder unbewusst gegenüber seinem Mitarbeiter hat? Diese drei Aspekte des Mitarbeitergesprächs, mit entscheidendem Einfluss auf das Gelingen dieses Führungsinstruments, haben wir in Teil 1 bis 3 untersucht haben. Im abschließenden Teil 4 unserer Reihe zum Mitarbeitergespräch nehmen wir den Führungstyp unter die Lupe, der dieses Gespräch führt: Welche Rolle spielt es, wie die Führungskraft tickt?