Open Space in Hamburg – an den Wänden hängen zahlreiche Karten mit Diskussionsthemen und Orten, in den Ecken stehen Gruppen und diskutieren, angeregt durch den Film Augenhöhe, lebhaft über neue Formen der Zusammenarbeit, Freiräume, Partizipation, Selbstorganisation und Potenzialentfaltung. Die Arbeitswelt verändert sich. Nicht erst seit gestern, aber wir fragen uns wo geht die Reise hin? Dieser Frage geht auch der Film Augenhöhe nach und besucht Unternehmen, die den Wandel gestalten und Entscheidendes anders machen.
Das galt schon immer und ist nichts Neues: eine gute Führungskraft sollte mindestens so viel Engagement in qualitativer wie auch quantitativer Hinsicht im Arbeitsalltag zeigen wie ihre Mitarbeiter – gern darf es auch mehr sein. Mit dem Einzug und der Perfektionierung der digitalen Kommunikationsmittel ist diese Grenze deutlich verschoben und eine Entwicklung angestoßen worden, die anscheinend noch längst nicht ihr Ende erreicht hat.
Aber wann ist hier eine Grenze erreicht?
Wer kennt das nicht? Zwei Führungskräfte „können nicht miteinander“. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Zusammenarbeit der beiden Führungskräfte, sondern auch Konsequenzen auf die Zusammenarbeit der Teams, die die beiden leiten. Zudem werden Stimmen in der Organisation laut, die auch die übergeordnete Führungskraft nicht mehr ignorieren kann. Fakt ist: die Ergebnisse die die beiden Teams erzeugen (sollen) leiden elementar darunter. An dieser Stelle möchte ich eine mögliche Vorgehensweise skizzieren, die Bewegung in einen festgefahrenen Konflikt bringen kann.
Wenn es um den heutigen Arbeitsmarkt geht, wird immer wieder von Fachkräftemangel und veränderten Karriereambitionen der Absolventen gesprochen. Es gibt stets mehr Studien , die auf veränderte Erwartungen der Berufseinsteiger an die Unternehmen und an die eigene Karriere hinweisen. Diese Veränderungen stellen Unternehmen vor große Herausforderungen, bieten Unternehmen jedoch auch die Chance, engagierte und leistungsfähige junge Arbeitnehmer an sich zu binden.
Es ist die Rede von Feelgoodmanagern, von hierarchielosen Unternehmen, gewählten Managern, multiplen Organisationsformen, Unternehmen als Genossenschaft und vieles mehr. Alles in allem geht es aber um die wirklich großen Fragen: Wie wollen wir in Zukunft arbeiten? Wie sehen die Organisationen der Zukunft aus? Und wie lassen sich die Herausforderungen der Zukunft meistern?
Expert, Achiever oder Catalyst – die Frage, „welcher Führungstyp bin ich eigentlich?“, ist vielschichtiger und manchmal auch verstörender, als es die Dreiteilung auf den ersten Blick nahelegt. Im Rahmen der Leadership Agility-Analyse haben wir schon irritierte oder sogar verärgerte Klienten erlebt: „Ich bin doch als Expert keine schlechte Führungskraft!“. Ich versuche dann, die Dinge in den richtigen Zusammenhang zu stellen: Es geht im Leadership Agility-Modell nicht um die Frage gute oder schlechte Führungskraft. Es geht um die entscheidende Frage, wann welche Führungsqualitäten erforderlich sind.
Karrieremodelle ermöglichen eine größere Vielfalt des Aufstiegs im Unternehmen. Sie schaffen auch den Boden für die Wertschätzung unterschiedlicher Fähigkeiten und Kompetenzen. Dies sind relevante Erfolgsfaktoren, um eine Akzeptanz im Unternehmen zu schaffen. Welche Erfolgsfaktoren noch für eine tiefgehende Akzeptanz im Unternehmen sorgen, vertiefen wir im abschließenden Teil 3 unserer Reihe.
Es gehört heute zum guten Ton, als Unternehmen Werte zu beschreiben, an die Wand zu hängen oder auf seiner Website zu veröffentlichen. Meistens ist es eine Initiative der Personal-, der PR- oder der Marketingabteilung, die die Unternehmenswerte zum Beispiel für eine stärkere Außenwirkung nutzen wollen. Agenturen werden engagiert, es werden Werte wie Kundenorientierung, Verantwortung oder Fairness in einem modern designten Folder oder auf ein Hochglanz Poster gedruckt und anschließend landet das kostspielige Projekt in einer Schublade.
Führungskräfte, deren Fokus auf dem Fachwissen und weniger auf der Entwicklung von Mitarbeiterpotenzialen liegt, geraten rasch in den Verdacht: Der oder die könnte am falschen Platz sein; „Die Falschen an der Spitze“ warnte das Onlineportal des Handelsblatts. Warum sind es die Falschen? Weil Karrierepfade in Unternehmen vorrangig auf die klassische Führungsrolle mit dem Schwerpunkt Mitarbeiterentwicklung ausgelegt sind. Adäquate Karrierepfade werden nur selten angeboten. Es gibt Modelle, um auch den Kollegen, denen das Führen von Menschen weniger liegt, die aber exzellente Fachleute sind oder große Fähigkeiten im systematischen Entwickeln von Projekten haben, adäquate Karrierepfade zu bieten. In Teil 2 unserer Reihe „Karrieremodelle“ vertiefen wir strukturelle und prozessuale Voraussetzungen.
Zuerst stellt sich die Frage: wozu soll es eigentlich Karrieremodelle geben? Darauf lässt sich antworten, dass in der klassischen Führungslaufbahn (in der nur Karriere macht, wer auch Führungskraft wird), derjenige kaum Perspektiven hat, der seine Zukunft nicht in der klassischen Führungsrolle sieht. Zudem ist nicht jeder Leistungsträger eines Unternehmens auch eine gute Führungskraft. Im schlechtesten Fall verliert ein Unternehmen eine gute Fachkraft und gewinnt eine schlechte Führungskraft, wenn die einzige Alternative darin besteht, Karriere durch das Führen und Entwickeln von Mitarbeitern zu machen. In Teil 1 unserer Reihe „Karrieremodelle“ vertiefen wir den strategischen Aspekt.