Wenn sich Menschen im beruflichen Kontext einander vorstellen, beschränkt sich die Darstellung meist darauf, wer man ist und was man tut. Damit tritt allerdings ein entscheidender Aspekt in den Hintergrund: Das WARUM des eigenen Handelns, d. h. unsere Motivation, unsere Beweggründe. Für Unternehmen gilt oftmals das gleiche – während das Geschäftsmodell, die Unternehmensgröße oder die Ziele für die nächsten Jahre schnell dargestellt sind, mangelt es in vielen Unternehmen an einer klar formulierten, emotional berührenden Identität.

Dabei bietet genau dieser Beweggrund – das WHY – Unternehmen im von Dynamik und Komplexität geprägten Wissenszeitalter mit einer daraus resultierenden Sinnorientierung von Kunden und (potenziellen) Mitarbeitern einen entscheidenden Vorteil. Als Schnittstelle der Organisationsentwicklung, Geschäftsmodelle und Geschäftsfelder ermöglicht das WHY eine Orientierung für die eigene und die Unternehmens-Identität. Dies kann zugleich für eine Neuausrichtung eines Unternehmens, z.B. hin zu einer Purpose-Driven Organisation oder dem Weg zu einer nachhaltigen Zukunftsfähigkeit, genutzt werden.

 

MEHR ALS EIN NEUER SLOGAN

Essentiell ist, das WHY als eine Gesamtorientierung für die neue Ausrichtung des Unternehmens nach innen und außen zu sehen, das internen und externen Stakeholdern die Identität der Organisation verdeutlicht. Dabei geht es um mehr als die Entwicklung eines neuen oberflächlichen Slogans für das Unternehmen. Viel mehr steht die Suche nach dem eigenen Selbstverständnis im Mittelpunkt der Reise, die auch zu einem „höheren Ziel“ für einen gesellschaftlichen Beitrag durch das Unternehmen führen kann.

Wie ein Leuchtturm weist das WHY dann den Weg für die weitere Entwicklung eines Unternehmens als Ganzes und der Mitarbeiter im Einzelnen:

„Sobald eine Purpose-Driven Organisation angestrebt wird, erfordert es eine kohärente Verbindung zwischen dem WHY der Organisation und dem persönlichen WHY“, so Jan-Henrik Brune, Organisationsentwickler bei DETEGO. „Durch einen Abgleich des eigenen professionellen Handelns mit dem WHY des Unternehmens kann jeder Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue die Identität des Unternehmens prägen und stärken.“

 

DER WEG ZUM WHY

Der Weg hin zu diesem WHY beginnt dabei mit dem Blick nach innen.

„Das WHY steckt bereits in der Organisation“, erklärt Organisationsentwicklerin Annette Kinne in Bezug auf den Prozess. „Es geht primär darum, sich auf eine Entdeckungsreise zu Wissen und eigenen Fähigkeiten zu begeben.“

Um in der Navigationsmetapher zu bleiben: Es geht in einem WHY-Prozess darum, den Nebel zu lichten, der den Leuchtturm verdeckt. Grundvoraussetzung ist dabei ein Paradigmenwechsel, der zu einem auf Dynamik und Veränderungen ausgerichteten Mindset führt.

Dieser Prozess braucht Zeit und Geduld, weshalb er im Schnitt in sechs Zwei-Tages-Modulen iterativ durch Organisationsentwickler begleitet wird. Ein kleiner Kreis von Organisationsmitgliedern begibt sich auf eine Entdeckungsreise, die durch Kreativtechniken, Zukunftsreisen und Anregungen zum bewussten Innehalten gefördert wird. Am Ende dieser gemeinsamen und manchmal auch persönlichen Reise ist der Nebel gelichtet, das neue WHY herausgearbeitet, und die Teilnehmer tragen das WHY als Multiplikatoren in die Organisation.

Annette Kinne, Organisationsentwicklerin bei DETEGO, hat so einen WHY-Prozess über sechs Monate in einer Organisation mit 500 Mitarbeitern begleitet. Als Teil eines Beraterteams hat sie die Suche nach dem „Leuchtturm“ eines sogenannten Zukunftsteams bestehend aus zehn Personen durch Inspiration und Einladung zum Einfach-mal-anders-machen begleitet. Am Ende dieser Reise wurde das entwickelte WHY dann in einer durch die Mitglieder des Zukunftsteams organisierten Zukunftswerkstatt vorgestellt. Die Ergebnisse, aber vor allem Erfahrungen dieses Projektes nutzt sie nicht nur für neue Projekte, sondern trägt sie auch als Speaker in andere Unternehmen. Das Besondere dabei ist eine andere Art Zusammenarbeit: Denn die Vorträge finden als Gesamtdialog statt, da sie den Reise- und Erfahrungsbericht gemeinsam mit einem Teilnehmer des Zukunftsteams des Kunden mit aktiver Einbindung der Zuhörer erzählt.

Haben auch Sie Interesse am WHY-Prozess und den daraus entstehenden Möglichkeiten für Ihr Unternehmen? Dann sprechen Sie uns an!

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