Projekte in der digitalen Transformation scheitern leider zu oft an ganz einfachen Dingen – darüber berichten aktuell auch die IT-Experten der Computerwoche und geben Tipps, wie sich diese Klippen frühzeitig erkennen und dann umschiffen lassen.

  1. Kein klares Ziel: Definierte Ziele (oder auch klar umrissene Nicht-Ziele) sollten Grundlage für jedes Projekt sein – präzise bestimmbar, auch bei agilen Vorhaben. Erst dann können aus Anforderungen Lösungen erarbeitet werden.
  2. Allein verantwortliche IT-Abteilung: Ohne Rückendeckung aus der Chefetage geht es nicht. Gerade in Branchen, die originär nichts mit IT zu tun haben, gelten die IT und deren Innovationsvorschläge oft eher als lästige Kostenstellen.
  3. Unterwegs ohne gesunden Menschenverstand und Empathie: Es geht immer um Menschen. Jeder noch so analytische Informatiker sollte zu zwischenmenschlicher Problemlösung durch Kommunikation in der Lage sein. Es gilt, sich in die Lage der Stakeholder hineinzudenken.
  4. Sorgen und Ängste nicht ernst nehmen: Nicht selten fürchten Mitarbeiter, zeitnah durch Software ersetzt zu werden – auch hierfür braucht es Kommunikation, aufrichtig und empathisch.
  5. Digitalisierung gleichsetzen mit weniger Arbeit: Die Arbeit wird durch Digitalisierung nicht immer weniger, aber immer anders.
  6. Unkritisch werden: Die erfolgreichsten Projekte sind die, in denen der Kunde mitdenkt und die Arbeit des Dienstleisters kritisch hinterfragt. Der Kunde sollte kritisch, streng und anspruchsvoll bleiben.
  7. Insellösungen: In vielen Unternehmen und Organisationen gibt es Silo-Denken, die zu Kommunikationsblockaden führen, ineffizient und schlussendlich anstrengend für alle Beteiligten sind. Eine gute IT-Strategie funktioniert nur dann, wenn sie die komplette Struktur des Unternehmens berücksichtigt.
  8. Strohfeuer: Manchmal werden Projekte begonnen und dann nicht zu Ende geführt. Die beteiligten Personen sind zu Beginn Feuer und Flamme, verlieren dann aber bisweilen die Motivation – frustrierend für alle Seiten.
  9. Sparen an der falschen Stelle: Bei keinem Digitalisierungsprojekt sollte je gespart werden am Dialog mit den Menschen und an der Zeit. Es geht nicht nur darum ein Tool auszurollen oder ein Produkt zu liefern. Mitarbeiter müssen Neuerungen verstehen und akzeptieren – doch mit Schulungen und Trainings geizen viele Firmen.
  10. Sparpotenziale verkennen: Beispiel Lizenzkosten – Open-Source-Lösungen sind oft effizient, kommen aber wegen hoher Sicherheitsbedenken oder Markengläubigkeit oft nicht zum Einsatz. Aber Leaks gibt es auch im Quellcode von Microsoft und Apple…
  11. Digitalisierung abschließen wollen: Nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Da die Digitalisierung ein fortlaufender Prozess ist, sollte man nie von End- sondern nur von Zwischenergebnissen sprechen. Die Digitalisierung ist ein Weg, auf dem man niemals stehen bleiben darf.
Category: Allgemein

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